Etliche Jahre veranstalteten wir Ausstellungen in der ehemaligen Klostermühle. Sie ist ein zweigeschossiger frühgotischer Backsteinbau, der im Osten des ehemaligen Klosters liegt. Sie ist wohl bald nach der Klostergründung (1132) entstanden, aber erst 1336 urkundlich erwähnt. 1515 erfolgte durch einen Nürnberger Meister die Aufsetzung eines Fachwerkgeschosses mit hochgezogenen Giebelwänden, die durch Strebepfeiler stabilisiert wurden. Gekoppelte Spitzbogenfenster und die Fachwerkzier des „Wilden Mannes“ charakterisieren die Längswände. Der ohne Eisennägel zusammengefügte dreibödige Dachstuhl gilt als edles Meisterwerk mittelalterlicher Zimmermannskunst. (vgl. Paul Geißendörfer, Hrsg., Heilsbronn – Ein Zisterzienserkloster in Franken, 2000, S.142)